
Der Plan zum Bau des Pfarrhofes stammt von dem Zimmermann L. Molch und dem Maurer P. Schranz. 1724 begann man mit der Erstellung der Scheune, des Kuh- und Pferdestalls sowie des Kelterhauses. Nachdem man 1730 mit dem Bau des Pfarrhauses begonnen hatte, verlängerte sich die Bauzeit erheblich, weil die Gemeinde und das zuständige Ritterstift Sankt Alban sich nicht über die Verteilung der Erstellungskosten einigen konnten. Das vorgesehene Gebäude erschien den "Herrn des Ritterstifts" als zu pompös. Die Angelegenheit ging sogar bis vor das kirchliche Gericht in Rom. Durch den Brand im Jahre 1902 wurde die Dachkonstruktion zerstört und die umfangreiche Pfarrchronik ging verloren. Die ursprüngliche Bauweise des Daches lässt sich heute noch am Anwesen Schönborn erkennen. Der "Schlussstein" der ursprünglichen Torbogenanlage mit dem Relief eines Lammes ist in der Mauer neben der Toreinfahrt eingemauert. Der große einfache Barockbau diente nach dem Umzug in das neue Pfarrhaus (1965) als Schwesternheim. Danach war hier die Sozialstation sowie der katholische Kindergarten untergebracht. Heute befindet sich hier ein Hotel mit Tagungsräumen.